10. Oktober 2012

Elektromobilität soll Realität werden

Projektkonsortium „sMobiliTy“ erhält Förderzusage vom Bundeswirtschaftsministerium

Das Konsortium „Smart Mobility in Thüringen“ gewinnt im Technologiewettbewerb „IKT für Elektromobilität II“ des Bundeswirtschaftministeriums und erhielt zur Umsetzung seiner Entwicklungsidee eine Förderzusage im Umfang von gut 6,5 Mio € für die kommenden drei Jahre. Im Rahmen des öffentlichen Projektstarts am 10.10.12 präsentiert das vorwiegend aus Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen bestehende Konsortium seine Ideen, wie das Ziel von 1 Million Elektrofahrzeugen bis 2020 der Realität ein Stück näher gebracht werden kann.

„Um morgen im Alltagsleben elektromobil sein zu können, müssen wir heute die erforderliche Infrastruktur schaffen“ so Frank Schnellhardt von der INNOMAN GmbH aus Ilmenau als Konsortialführer zum Projekt. „Dazu wollen wir keine neuen Autos, Stromnetze oder Verkehrssteuerungen entwickeln, sondern nur dafür sorgen, dass Fahrer, Fahrzeug, Fahrbahn und Energienetz „miteinander reden“ können“.

Durch kürzere Reichweiten und längere „Strom-Tankzeiten“ von Elektrofahrzeugen ist es für den Fahrer wesentlich wichtiger, zu wissen ob beispielsweise auf der Route Stau`s oder Verkehrsbehinderungen sind, wann der Strom noch preiswerter erhalten oder einfach nur, ob das Reise-Ziel auch tatsächlich erreichen werden kann. Diese Fragen machen eine Kommunikation zwischen unterschiedlichen technischen Systemen wie beispielsweise dem städtischen Verkehrsmanagement oder dem Energienetz mit dem Fahrzeugen und erforderlich.

In einem Demonstrationsvorhaben mit Schwerpunkt in Erfurt soll daher eine durch das Konsortium neu zu entwickelnde IT-Systemplattform an Hand von zwei konkreten Dienstleistungen für elektromobile Fahrzeughalter erprobt werden. Einerseits wird dem Fahrer durch eine hochaktuelle lokale Verkehrslage für die Stadt Erfurt ein reisezeit- und reichweitenoptimierendes Navigieren durch Erfurt ermöglicht.

Andererseits werden alle Teilnehmer am Demonstrationsversuch durch einen „lastvariablen Fahrstromtarif“ zu vergünstigten Preisen Strom „tanken“ können, wenn sie dem Energieversorger erlauben, das Auto außerhalb der Spitzenlastzeiten mit Strom zu beladen.

Mit einem Projektvolumen von knapp 10 Millionen Euro, die sich aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Technologiewettbewerbes "IKT für Elektromobilität II" und dem Eigenanteil der Projektpartner zusammensetzen, werden in den kommende drei Jahren erhebliche Entwicklungskapazitäten zur Entwicklung und Erprobung einer cloud-basierten System- und Serviceplattform für Elektromobilität investiert.

Das unternehmensgeführte Konsortium wurde 2011 von der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA), die bei der LEG Thüringen angesiedelt ist, initiiert und unterstützt.

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